Biografie

Ich möchte mich ihnen hier als Instrumentenbauer, Tönemacher und Maler vorstellen.

Der größte Teil meiner Arbeit fließ heute in den Bau der klassischen Instrumente, Cello, Geige, Bratsche, deren Qualität und Klang zum Teil preisgekrönt sind. Immer sind die Instrumente inspiriert von meinen Klangvorstellungen oder denen meiner Kunden, von meinem inneren Wissen über das Wesen der Form in Bezug zum Klang, meiner Neugier Neues zu entdecken und auszuprobieren, dem Wunsch das das Instrument, das ich gerade gebaut habe all die Möglichkeiten enthält, die mich als Tönemacher zufrieden stellen und wieder neu inspirieren.

Und so ist es dazu gekommen:
Ich wurde am 21.08.1951 in Altenahr geboren. Helmut am FlussDirekt hinter meinem Elternhaus fließt die Ahr. Ich glaube das ich diesem Umstand, meine Berufe, meine Berufung verdanke. Das Wasser war und ist die grundlegende Musik in meinem Leben, die mich sowohl beim Instrumentenbau als auch in der Malerei immer wieder inspiriert.

Doch erst 1970, mit 19 Jahren, begann ich mit dem privaten Studium des ersten Instrumentes, der Querflöte. Stundenlang bin ich flötend an der Ahr entlang gejoggt, wie im Zwiegespräch mit dem Wasser und der Natur.

Dann 1973, nach abgebrochenen Lehren als Maschinenbauer und techn. Zeichner, begann ich das Studium der Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf. Hier vermischt sich bereits Musik und Malerei, viele Stunden verbringe ich flötend in der Akademie, unterstützt und gewünscht von meinem Professor.

Diese Vermischung ist heute charakteristisch für meine Bilder ebenso wie für meine Musik, es sind Farbklänge, Klangfarben. Spielerisch entstehen so immer wieder neue Bilder- und Klangwelten. Die Neugier mit Klängen zu experimentieren, weshalb ich mich auch als Tönemacher bezeichne, trieb und treibt mich zur Entwicklung neuer Instrumente.

Kurz vor Beginn des Studiums in Düsseldorf, zog ich 1972 in das kleine Eifeldorf Winterscheid und baute dort mein erstes Instrument, ein Nachbau der indischen Sarangi.
Ohne Fernsehen, Telefon oder Radio, weitab von jedem größeren Ort, konnte ich mich so ganz der Malerei, Musik und meinen inneren Eingebungen dazu widmen.

1978, auf einer Fahrt nach Schweden mit meinem Bruder, machten wir über Nacht halt in Evienghausen bei Bramsche, im Norden Deutschlands. Hier war eine Werkstatt für keltische Instrumente deren Besitzer „zufällig“ einen Nachfolger suchte. Ohne langes Zögern entschloss ich mich die Werkstatt zu übernehmen und stürzte mich so Hals über Kopf in den Bau von keltischen Chrotten für Musiktherapie. Zeitgleich begann ich mit dem privaten Cellostudium. Dies war sozusagen der autodidaktische Beginn als Instrumentenbauer, meiner Berufung wie ich es betrachte.

Helmut auf einem Berg

 

1980, inzwischen verheiratet und Vater einer kleinen Tochter, zog ich mit Familie und Werkstatt zurück nach Winterscheid, wo ich bis heute lebe und arbeite. Seit dem beschäftige ich mich nun auch mit klassischen Celli, Geigen, Bratschen, entwickle die Instrumente regelrecht von inner heraus. So erlernte ich gleichzeitig das Handwerkliche immer mehr zu verfeinern.

Im Laufe dieser 26 Jahre Instrumentenbau sind viele neue Instrumente entstanden, zum Teil auf pädagogischer oder therapeutischer Grundlage wie Wichtelgeige, Chrotta, Streichpsalter und andere.

Eine der wichtigsten Entwicklungen ist sicher die Campanula, der der Auftrag zu Grunde lag, ein Instrument nach einem Pflanzenbild zu entwickeln.

 

Zwischen der Arbeit in der Werkstatt treibt es mich jedoch auch immer wieder zur Malerei. Sie ist ebenso wie der Instrumentenbau essentieller Bestandteil meines Lebens, meines Seins, Ausdruck der Musik in mir.

 

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